Was ich als Supervisorin mitbringe und warum das nicht egal ist
Supervision lebt nicht von Methoden. Sie lebt von Beziehung. Und Beziehung entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie entsteht zwischen Menschen, die jeweils etwas mitbringen - Erfahrungen, Prägungen, innere Landkarten. Deshalb ist es nicht nebensächlich, was eine Supervisor*in „im Rucksack hat“. Es wirkt immer mit, auch dann, wenn es nicht benannt wird. Mein eigener Weg in die Supervision war kein geradliniger und genau das prägt meine Arbeit. Ich habe nach meiner Schulzeit zehn Jahre beim Privatfernsehen gearbeitet. In einem Feld, das schnell ist, leistungsorientiert, klar strukturiert und wenig nachsichtig mit Unsicherheiten. Ich kenne Arbeitswelten, in denen Tempo zählt, Entscheidungen pragmatisch getroffen werden und persönliche Befindlichkeiten kaum Raum haben. Diese Erfahrung hilft mir bis heute, unternehmerische Logiken zu verstehen, auch jenseits der sozialen Arbeit. Mit 30 habe ich begonnen, Psychologie zu studieren. Nicht aus einem frühen Berufswunsch heraus, sondern aus einer b